Am Wochenende habe ich mich mit meiner besten Freundin zum Kinoabend getroffen. Wie immer sind wir als Einstieg zu unserem Lieblingschinesen gegangen und haben uns querbeet durch die Leckereien gefuttert.
Als es Zeit wurde aufzubrechen hielt meine Freundin mich am Arm und fragte ob wir das nicht verschieben könnten, sie müsse mal ernsthaft mit mir reden. Ohje

, dachte ich nur und stimmte zu.
Wir suchten uns ein kleines gemütliches Bistro und verkrochen uns in die hinterste Ecke, da sie nicht unbedingt viele Zuhörer wollte. Mit leicht roten Wangen erzählte sie mir, dass sie es satt gewesen sei alleine zu sein. Keine Beziehung, keine Zärtlichkeiten und auch keinen Sex. Sie hatte sich vorgenommen dies zu ändern und hat sich wohl im Internet ein wenig umgesehen. Nachdem eine Seite sie besonders angesprochen hat, hat sie sich einen Kanditaten aus unserer Nähe ausgesucht und ein Treffen vereinbart.
Mittlerweile ist sie puterrot im Gesicht und rutscht nervös auf ihrem Stuhl hin und her. Als ich sie dann auch noch Frage: "Bist denn total wahnsinnig? Hattest Du denn keine Angst an den Falschen zu geraten?" Antwortet sie nur schnippisch: "Willst´e nun alles hören oder nicht?" Klar wollte ich und nickte nur.
Das Treffen sollte in einer Hotelbar stattfinden, mit der Option später auch ein Zimmer nehmen zu können. Sie war wohl schon sehr zeitig da und hatte sich auch ausgiebig auf das Date vorbereitet. Ein entspannendes Bad genommen, das Make Up sorgfältig aufgetragen und sich in das verführerischste kleine Schwarze gehüllt das sie im Schrank hatte.
Sie nippte an ihrem Rotwein als ihre Verabredung die Bar betrat und sofort auf sie zutrat. "Du mußt Ines sein!?!?" Meine Freundin brachte nur ein krächzendes "Richtig" zustande, da sie nicht damit gerechnet hatte, dass er in Natura noch besser aussah als auf den eingestellten Bildern. Er lächelte sie an und meinte nur: "Ist der Rotwein gut? Dann nehm ich auch einen." Sie brachte immer noch keinen zusammenhängenden Satz raus und nickte nur.
Er fing an über sich zu erzählen und stellte auch so einige Fragen. Nach eine halben Stunde waren Sie sich so vertraut als ob sie sich schon eine Ewigkeit kennen würden.
Einigemale berührte er wie zufällig ihr Bein oder ihre Arm, jedesmal lief ihr ein Schauer über den Rücken. Nach etwa zwei Stunden erregten seine Berührungen sie dermassen, dass sie merkte wie sie feucht wurde und ihr strammer Busen ihre Erregung auch schon verriet.
Ihrem Gegenüber blieb das natürlich nicht verborgen und er ging zum Angriff über. "Ich besorg uns ein Zimmer." Gesagt, getan nach fünf Minuten standen sie im Fahrstuhl und fuhren in die oberste Etage. Sie sah sich verstohlen im Zimmer um und fand es mehr als gemütlich und erst diese Aussicht von oben auf die erleuchtete Stadt, traumhaft.
Als sie noch so dastand und die Aussicht genoss, trat er hinter sie und öffnete ihr Kleid, küsste ihren Nacken und zog sie langsam aus. Sie drehte sich um und sah in sein lächelndes Gesicht und konnte sich nur noch fallen lassen. Es verwöhnte sie die ganze Nacht, sowas hatte sie noch nicht erlebt. Es gab keinen Raum den sie ausgelassen hätten. Soviel Phantasie und Einfühlungsvermögen kannt sie bisher nicht. Nach einem gemeinsamen Frühstück im Bett trennten sich ihre Wege wieder, mit dem Wunsch sich wieder zu sehen. Sobald wie möglich.
Als sie mit ihrer Erzählung fertig war, sah ich sie an und erkannte, dass sie zum ersten Mal seit langem glücklich war. Vorsichtig fragte ich sie: "Glaubst du er meldet sich wirklich bei Dir? Immerhin hatte er sich auf eine Seite für Affären angemeldet." Sie strahlte nur über das ganze Gesicht und meinte: "Er hat sich mittlerweile schon dreimal gemeldet und es war immer wieder neu und schön. Wir treffen uns jetzt schon seit zwei Monaten und wollen aus der anfänglichen Lust auf eine Affäre eine Beziehung werden lassen." Ich sah sie nur irritiert und leicht schmollend an. Das sie mir erst jetzt davon erzählte hatte mich getroffen.
Mit einem leichten Augenzwinkern reichte sie mir ein Kuvert mit den Worten "Aufmachen." Neugierig öffnete ich den Umschlag und fand darin einen Gutschein für ein Hotelzimmer. Mir steigt die Röte ins Gesicht "Was soll ich damit? Ich habe eine Beziehung!" Sie lächelt nur und meinte: "Du bist meine beste Freundin ich möchte das Du mit Deinem Mann auch eine so tolle Nacht erlebst. Keine Sorgen und kein Alltag. Ich, nein wir möchten, dass ihr das Geschenk annehmt und das Beste daraus macht."
Was soll ich sagen? Wir haben mehr das Beste daraus gemacht. Eine Nacht ein Hotelzimmer mit allem Komfort, Zweisamkeit wie noch nie in unserem Leben. Danke Ines, wir haben unsere Leidenschaft für einander ganz neu entdeckt und werden sie mit Sicherheit pflegen.